„Nach dem gleichen Maß, mit dem wir die Angeklagten heute messen, werden auch wir morgen von der Geschichte gemessen werden.“
Robert H. Jackson, Chefankläger der Nürnberger Prozesse
Der Tag begann im Nürnberger Justizpalast. Im Museum der Nürnberger Prozesse wurde schnell klar, welche Bedeutung dieser Ort hat. Hier ging es nicht um schnelle Antworten. Sondern um Verantwortung. Um Recht nach einem totalen Zusammenbruch. Die Schüler hörten zu, sahen Originaldokumente und merkten, wie schwer es war, nach 1945 wieder Ordnung zu schaffen.
Nach dem Museumsbesuch ging es mit der U-Bahn weiter in die Stadt. Von der Station aus setzten wir den Weg zu Fuß fort. Vorbei am Tucherhaus. Ein kurzer Blick in Richtung Universität. Dann auf direktem Weg hinauf zur Kaiserburg Nürnberg. Oben angekommen folgte ein kurzer Überblick zur Geschichte der Festung. Danach ein Gruppenbild. Einige Selfies durften natürlich nicht fehlen.
Von dort aus schlenderten wir bergab in Richtung Innenstadt. Am Schönen Brunnen wurde noch einmal am richtigen Ring gedreht – für das nötige Glück. Anschließend verteilten sich die Schüler in Kleingruppen. Ziel war der Nürnberger Christkindlesmarkt. Dort wurde flaniert, probiert und pausiert. Manche mit Kinderpunsch. Andere mit Lebkuchen. Einige entschieden sich am Ende doch für einen Burger im Lokal nebenan.
Ein Tag mit vielen Stationen. Mit schweren Themen. Und mit Momenten zum Durchatmen. Nürnberg zeigte sich dabei als Stadt, in der Geschichte, Alltag und Gegenwart eng beieinanderliegen.
(P. Scholz)
