Regensburg. Der Mordfall ist alt, die Fragen sind es nicht. Die Polizei tappt im Dunkeln. Spuren widersprechen sich. Also werden zwei Ermittlergruppen aus Schwandorf angefordert. So beginnt am 18.12.25 die Arbeit der Klassen WS9 und WS10z im Haus der Bayerischen Geschichte.
Auf den Tischen liegen Akten, Zeitungsartikel und Zeugenaussagen. Originale Polizeiunterlagen wechseln ständig die Hände. Die Ermittlungen stehen unter Zeitdruck. Kaum ist eine Spur verfolgt, wird sie wieder entzogen. Neue Hinweise tauchen auf. Andere verlieren sich. Die Arbeit verläuft zäh – ganz wie im historischen Vorbild.
Schnell zeigt sich, dass der Mord politisch motiviert war. Die Ermittlerteams rekonstruieren, wie gezielte Propaganda ein Feindbild schuf und Gewalt legitimierte. Der Blick richtet sich auf eine Zeit, in der politische Lügen Wirkung entfalteten – und der Rechtsstaat nicht konsequent reagierte.
Die Täter sind bekannt. Die Strafen mild. Das Signal eindeutig: Politische Gewalt bleibt nahezu folgenlos. Für radikale Gruppen ist das eine Einladung. Für die Demokratie ein Warnzeichen.
Begleitet werden die Ermittlungen von Herrn Scholz un d Frau Nicklas. Die Schlüsse ziehen die Teams selbst. Am Ende steht eine klare Erkenntnis: Nicht Fakten, sondern Propaganda ebnete den Weg zur Tat.
(P. Scholz)
