Die Schulimkerei war auch in diesem Schuljahr ein lebendiger Lernort, an dem Theorie und Praxis auf besondere Weise zusammenfinden. Schülerinnen und Schüler der 7. und 8. Jahrgangsstufe begleiteten gemeinsam, mit Oberstudienrat Wolfgang Schoierer, über das gesamte Bienenjahr hinweg die Entwicklung unserer Bienenvölker – mit großem Interesse, wachsender Verantwortung und spürbarer Begeisterung.

Bereits im zeitigen Frühjahr begann die Arbeit an den Völkern. Nach der Winterruhe wurden die Bienen behutsam kontrolliert, Futtervorräte geprüft und erste Reinigungsarbeiten durchgeführt. Die Schülerinnen und Schüler lernten dabei, wie sensibel ein Bienenvolk auf äußere Einflüsse reagiert und wie wichtig ein achtsamer Umgang ist. Schritt für Schritt übernahmen sie unter Anleitung eigenständig Aufgaben und gewannen Sicherheit im Umgang mit den Tieren.

Ein besonderes Highlight in diesem Jahr war die enge Zusammenarbeit mit Herrn Meier Ewald und seiner Schreinerabteilung unserer Schule. In sorgfältiger Handarbeit fertigten die Schülerinnen und Schüler Zander-Zargen, die anschließend in der Imkerei zum Einsatz kamen. Dieses fächerübergreifende Projekt verband handwerkliches Geschick mit ökologischem Lernen und machte den gesamten Prozess – von der Herstellung bis zur Nutzung – für die Beteiligten greifbar und nachvollziehbar.

Mit zunehmender Wärme im Frühjahr und Sommer nahm auch die Aktivität im Bienenstock deutlich zu. Die Schülerinnen und Schüler beobachteten die Entwicklung der Brut, das Sammelverhalten der Bienen sowie die Bedeutung von Trachtpflanzen für die Honigproduktion. Dabei wurde immer wieder deutlich, welche zentrale Rolle Bienen für unser Ökosystem spielen.

Der Höhepunkt des Bienenjahres war schließlich die Honigernte. Mit großer Spannung und Freude wurden die gefüllten Waben entnommen, geschleudert und der eigene Schulhonig abgefüllt. Dieser Moment war für viele Schülerinnen und Schüler ein besonderer Erfolg, da sie den gesamten Entstehungsprozess des Honigs miterlebt und aktiv mitgestaltet hatten.

Neben fachlichen Kenntnissen vermittelte die Schulimkerei vor allem Werte wie Verantwortungsbewusstsein, Geduld und Teamarbeit. Die Arbeit mit den Bienen erforderte Ruhe, Aufmerksamkeit und gegenseitige Unterstützung – Kompetenzen, die weit über den Unterricht hinaus von Bedeutung sind.

Die Schulimkerei hat sich auch in diesem Jahr als wertvoller Bestandteil unseres Schullebens erwiesen. Sie bietet den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, Natur unmittelbar zu erleben, nachhaltiges Handeln zu verstehen und eigene Erfahrungen in einem besonderen Lernumfeld zu sammeln. Die große Begeisterung der Teilnehmenden zeigt, wie gewinnbringend dieses Projekt für alle Beteiligten ist.

(W. Schoierer)

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